Leuchtend bricht sich das Licht der Mittgassonne an der Fassade auf dem Dach des neuen Motel B in Bocholt. Ein aufwändiges Kassettensystem aus goldfarbenem Alublech sorgt für strahlenden Glanz. Befestigungen, Schrauben oder Nieten liegen unsichtbar versteckt hinter den Elementen. „Es ist genauso geworden, wie wir es uns vorgestellt haben“, meint Hotelchefin Elena-Christina Siebelt. Das freute auch Philipp Schlatt von Schlatt & Söhne GmbH & Co.KG, der die Pläne der Hausherrin und des Architekten umgesetzt hat.

Auf rund 500 Quadratmeter Fläche wurde zunächst ein Warmdachaufbau auf einer Stahlbetondecke erstellt. Anschließend musste zur Lagesicherheit der Folienabdichtung eine Kiesauflast aufgebracht werden. Eine besondere Herausforderung waren die diversen Kälte- und Klimageräte, die auf dem Dach untergebracht sind und deren Leitungen durch das Dachschichtenpaket in das Gebäude geführt wurden.

Dann wurde die rund 200 Quadratmeter große Fassadenfläche, in der diverse Fenster- und Türanschlüsse liegen, mit vier Millimeter dicken, in gold-metallic lackierten Alucobond-Platten in Kassen-Ausführung bekleidet. Auch hier gab es mit der Integration einer flächenbündigen Fassadentüre eine knifflige Sonderaufgabe für die Techniker der Schlatt & Söhne GmbH & Co. KG.

Inzwischen ist alles nicht nur fertig, sondern bereits sturmerprobt. „Die Windhose, die durch Bocholt gezogen ist, hat dem Dach und der Fassade zum Glück nichts anhaben können. Das macht uns auch ein wenig stolz“, meint Philipp Schlatt.